Musiktherapie

In der Privatklinik Lassnitzhöhe wird die Musiktherapie in Gruppen und im Einzelsetting angeboten.  Neurologische und orthopädische PatientInnen können von dieser wissenschaftlich anerkannten Kreativtherapie profitieren und an dem vielfältigen Angebot teilhaben.
Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Die Schwerpunkte liegen individuell im neurologische/orthopädisch funktionalen oder psychischen Bereich (Emotionale Stabilisierung, Krankheitsverarbeitung).

Folgende Musiktherapeutische Einheiten mit individuellen Zielen und Schwerpunkten werden angeboten:

Musiktherapie Gruppe
In der Musiktherapiegruppe wird vorwiegend frei auf Percussion-, Orff- und Musiktherapieinstrumenten improvisiert.
Neben der individuellen Beachtung und Förderung funktioneller körperlicher Aspekte (therapeutisches Instrumentalspiel), sind Atemübungen, verbale und nonverbale Kommunikation in der Gruppe, Körperwahrnehmung und emotionaler Ausdruck wichtige Inhalte.  Die rezeptive Musiktherapie, also das Hören von Musik ist ein weiterer möglicher Bestandteil der Therapie in der Gruppe.
In einer Lebensphase, in der der Körper oft als mangelhaft erlebt wird, werden Möglichkeiten gezeigt, neue Ressourcen zu entdecken und neue Ausdrucksmittel kennenzulernen.

Rhythmusgruppe
In der Rhythmusgruppe darf man sich „intakt“ fühlen. Einfache Rhythmusübungen, Spiel nach Anleitungen und Improvisation auf Perkussionsinstrumenten, bringen nicht nur bei Parkinson den Körper in Schwung.
Bewegungsförderung, therapeutisches Instrumentalspiel, Tiefensensibilisierung durch Vibration der MTH-Instrumente, Förderung sprachverwandter Hirnareale bei Aphasie, rhythmisch akustische Stimulation sowie Kognitionstraining sind mögliche Inhalte, die je nach den teilnehmenden PatientInnen ihren Schwerpunkt finden.
Faktor Spaß ist ein Dauergast dieser beschwingten Runde und bringt die Motivation zur Bewegung. Ganz nebenbei wird im Gehirn das Areal Rhythmus stimuliert, das auch in den Bereichen Motorik und Sprache mehr als ein Wort mitzureden hat.

Entspannung zu Musik
Die „Entspannung zu Musik“ bietet Zeit und Raum, sich nach verbaler Einleitung auf live gespielte  Musik (Klangauge, Monochord…) einzulassen und nach einem anstrengenden Therapietag zu sich zu kommen und loszulassen.

Freizeitangebot: Malen zu Musik
Das Freizeitangebot „Malen zu Musik“, das keinerlei Vorkenntnis erfordert, findet einmal wöchentlich statt. Hier werden mit einfachen gestalterischen Mitteln die inneren Bilder und Emotionen, die beim  Hören der vorgespielten Musik erlebt werden, zu Papier gebracht.

Freies Singen
Himmel und Erde müssen vergehen, aber die Musici bleiben bestehen:
Jeden Dienstagabend singen wir…
…Bekanntes und Neues. Wir singen ohne Noten, Textmappen sind vorhanden. Wir singen frei. Wir singen uns frei. Volkslieder, Popsongs, Heilsame Lieder…Wir singen und lachen. Wir singen und wundern uns darüber, wie schön es klingt, obwohl wir keine Sänger sind. Wir singen und freuen uns.

Einzeleinheiten
Die Einzeleinheiten werden nach individuellen Bedürfnissen dem momentanen emotionalen und gesundheitlichen Zustand der PatientInnen gestaltet. Neben Schwerpunkten der „Neurologischen Musiktherapie“ (Singen, Sprechtraining mit Aphasikern, Neglecttraining, Therapeutisches Instrumentalspiel, Kognitionstraining, Rhythmisch akustische Stimulation) steht oft die Krankheitsverarbeitung im Vordergrund. Emotionale Stabilisierung und das therapeutische Gespräch auf verbaler und nonverbaler Ebene bilden eine wertvolle Ergänzung zu den weiteren Therapien.

Zur weiteren Information oder bei Fragen können Sie sich gerne an mich wenden:
Mag.art. Claudia Witzel, c.witzel@sanlas.at